• Jochen

Die Rückkehr der Yoga Ritter

Aktualisiert: 5. Sept 2019


Yoda war ein Yogi

Endlich ist das Geheimnis um das kleine grüne alte - sehr weise - Männchen mit den großen Ohren gelüftet: Meister Yoda war ein Yogi, mehr noch, die Krieger des Lichts, die Jedi Ritter waren allesamt Yogis.


Yodas Superkräfte, seine anmutigen Bewegungen sind legendär. Das alles kommt nicht von ungefähr, in vielen Filmepisoden sehen wir gut dokumentiert, wie er. z.B. meditiert oder bestimmte Asanas ausführt. Wer die Kampfszenen in Zeitlupe genauer analysiert erkennt bestimmt den ein oder anderen Flow, der auch in unseren dynamischen Stunden angeleitet wird.


Diese Superkräfte werden nach den alten Überlieferungen auch "Siddhis" genannt. Siddihs kann man nur durch spirituelle Praxis erlangen.

Viele Yogis streben danach.





Superkräfte? Siddhis? Was da los?

Viele - vor allem westliche Lehrer - versuchen den Yoga zu demystifizieren und ignorieren das Thema, um der Allgemeinheit oder auch sich selbst Yoga zugänglicher zu machen. Den alten Überlieferungen zu Folge gibt es sie jedoch, die yogischen Superkräfte, Siddhis genannt. Einige Beispiele:

  • Gedanken- und Gemütszustände anderer erkennen

  • Außergewöhnliche Heilungen von Krankheiten

  • Durch Materie hindurch und übers Wasser zu gehen

  • Übernatürliche Fähigkeiten zu hören, Töne die weit entfernt sind oder aus anderen Galaxien stammen

  • Übernatürliche Fähigkeiten Dinge zu sehen, die aus anderen Daseinsformen stammen

  • Erinnerungen an frühere Daseinsformen (Reinkarnationen)

  • Sich selbst aufzulösen und willentlich in andere Zustände übergehen zu können, z.B. ins Samsara und wieder zurück

  • Gedanken manifestieren und Materie kontrollieren zu können

  • Verwirklichung der vollständigen Triebversiegung und dadurch vollständiges Erwachen

Übrigens: künftig wollen wir im Yogaladen ein 10er Karten Special anbieten: Buy one / get one Siddhi free (nicht übertragbar und auch nur wenn innerhalb 3 Monaten eingelöst, nicht kombinierbar mit mehreren Karten gleichzeitig)

Einige (durchaus in der Yoga Szene anzutreffen) versuchen sich diese Superkräfte mithilfe von Superskunk anzueignen, einige glauben ein paar Siddhis bereits zu haben, werden aber von ihrer Umwelt als nicht ganz dicht bewertet.


Patanjali geht im Yoga Sutra auf die Siddihs ein und beschreibt oder besser gesagt umschreibt diese. Er beschreibt aber auch, dass Yoga nicht dazu da sein sollte Siddihs zu erlangen, vielmehr sogar, dass das Erlangen von Siddhis nur Einladungen von den Göttern sind, um vom Yoga Weg abzulenken. Falls ihr also durch die Yoga Praxis irgendwann feststellt durch Wände gehen zu können (ohne Schmerzen und ohne dass die Wand dabei kaputt geht) macht nicht gleich einen Youtube Channel auf. Besser ist es wohl der Sache keine allzu großen Bedeutung zu geben und einfach weiter zu meditieren.




War Meister Yoda (Y) ein Avatar von Patanjali (P)? seht selbst:


  1. (Y): Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass. Hass führt zu unsäglichem Leid. (P): Die Ursachen des Leidens sind Gier, Hass und Verblendung. Sie sind zu überwinden.

  2. (Y): Der Tod ein natürlicher Bestandteil des Lebens ist. Frohlocke und jauchze für diejenigen in deiner Nähe, welche zur Macht übergehen. Sie betrauern, tue nicht. Sie vermissen, tue nicht. Enge Bindung führt zu Eifersucht. Der Schatten der Raffgier das ist. (P): Kleshas sind die Kräfte, die Leid in unsere Leben bringen (...) Raga: die blinde Zuneigung, das Begehren, das Haben-Wollen, die Gier (und) Abhinivesha: die unbegründete Angst, der Lebenstrieb, die Furcht vor dem Tod.

  3. (Y): Die Furcht vor Verlust ein Pfad zur Dunklen Seite ist. (P): Nur wenn man diese Welt aufgibt, wird man die andere Welt gewinnen, niemals durch festhalten.

  4. (Y): Tue es oder tue es nicht. Es gibt kein Versuchen.“ (P): Die bewusste Kontrolle der Bewegungen im Geist wird durch Übung und Verhaftungslosigkeit erlangt (in Verbindung mit dem Übersetzungskommentar: es geht vor allem um die Übung der täglichen Meditationspraxis).

  5. (Y): Du kannst Veränderungen nicht aufhalten. Genau so, wie du die Sonne nicht daran hindern kannst unterzugehen. (P): Alle Dinge befinden sich im Wandel und sind in der Veränderung einzigartig.

  6. (Y): In die Irre euch die Augen führen, in der Macht ganz verschieden jeder von euch ist (P):Lässt sich in dem Moment, in dem etwas wahrgenommen wird, feststellen ob es Trugbild des Citta oder die Wahrheit ist// Die Verbindung (des Sehenden mit dem Gesehenen) ist der Grund dafür, dass die Wesensidentität des Herrn und der Kräfte erkannt wird.

  7. (Y): Kein größeres Geschenk es gibt, als ein selbstloses Herz. (P): Nicht-Begehren nach den Grundelementen (der Erscheinungswelt), das zu der Schau des ursprünglichen Menschen (purusha) führt, ist die höchste Form der Loslösung.

  8. (Y): Viel zu lernen du noch hast! (P): diese Übung (das intensive Bemühen um den geistigen Ruhezustand) eine lange Zeit ununterbrochen und mit einer Haltung der Hingabe vollzogen wird, bereitet sie eine feste Grundlage.

  9. (Y): Öffnet euch. Spürt die Macht, die euch umgibt. Eure Sinne nutzen ihr müsst. (P): Daraus (aus der Erkenntnis des purusha= das wahre Selbst, das unwandelbare Selbst, Brahman im Vedanta) entsteht blitzartige Erleuchtung, wodurch man eine überirdische Fähigkeit des Hörens, Fühlens, Sehens, Schmeckens und Riechens erlangt.



Am Ende bleibt es offen und ein Geheimnis, ob Yoda der Schüler von Patanjali war oder umgekehrt... ob es Siddhis wirklich gibt (ich meine so ganz in echt) oder nicht...

Der Name Yoda könnte aus dem ähnlichen Sanskrit Wort yoddha (=Kämpfer) oder aus dem hebräischen yodea (der Wissende) abgeleitet sein - oder eine Mischung aus beidem sein.

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