• Jochen

UND PLÖTZLICH WAR ES ganz leise

Aktualisiert: 5. Sept 2019

Die Woche war furchtbar hektisch und vollgepackt mit Terminen, unzähligen langen und kurzen Gesprächen, selten Platz für Persönliches, kaum Raum für die Menschen, am allerwenigsten für mich selbst. Viele Autofahrten, bald 1000 km sind zusammen gekommen. Daheim angekommen, die Kinder schlafen zum Teil schon, meine Familie hat auf mich gewartet und wir alle haben uns darauf gefreut, Zeit miteinander zu verbringen. Mit meiner Frau spreche ich lange über Organisatorisches, der Kleine kommt

in die Schule, Verabschiedung vom Kinder-garten, Grillfeste, Dinge die es zu beschaffen gibt, Fahrrad kaputt, Lampe aufhängen, Ängste, Erwartungen 1 Million To Dos, nebenbei Spülmaschine aus- und einräumen, Müll runter, Getränke auffüllen, Koffer auspacken. Die Windel der Kleinen war übervoll und nun ist das Bett nass... Es ist gefühlt nicht einmal 10% erledigt von dem was zu erledigen ist. Ich fange an und werde nicht fertig, die Erkenntnis kommt erneut: ....man wird irgendwie nie fertig.



Dann treffe ich eine folgenschwere Entscheidung:


Ich rolle meine Matte aus und fange an mit einer Free Flow Session. Ohne Konzept und auch ein wenig unaufmerksam beginne ich meine Praxis. Es ist eher Sport, eine dynamische Aneinanderreihung von Asanas, ich spüre meinen Körper, währenddessen mein Geist mich versucht beschäftigt zu halten, die Waschmaschine läuft noch nicht, eine Mail, die ich unbedingt heute noch schicken muss, die Abrechnung war falsch, die Präsentation ist nicht fertig - meine Yoga Praxis wird immer kraftvoller und akrobatischer. Kurzatmig, schweißüberströmt baue ich den Baum (Vrikshasana) auf, atme durch, bringe meinen Atem ins Bewusstsein, verringere die Frequenz, bin urplötzlich ganz fokussiert und bei mir.


Und dann wird alles ganz leise. Stille breitet sich aus in meinem Kopf. Nichts mehr was in diesem Moment bedeutsam ist, außer dem Atemzug.


Ich halte den Baum eine gefühlte Ewigkeit, stehe einfach still und atme. Eine tiefe Gelassenheit breitet sich mehr und mehr aus. Meine Praxis wird ebenfalls ruhiger, die Dynamik geht, lange ausgeführte Haltungen, verbunden mit meinem Atem führen mich schlußendlich in ein kurzes aber sehr erholsames Shavasana, das am Ende durch das Schreien des Babies unterbrochen wird. Aufgetankt wechseln sich Windeln wesentlich besser und ich nehme voller Liebe das Lachen meines Babies war, das sich freut von der schweren Windel befreit strampeln zu dürfen.


OM SHANTI

Jochen




Sarvesham Svastir Bhavatu

Om Om Om

Sarvesham Svastir Bhavatu (May there be happiness in all)

Sarvesham Shantir Bhavatu (May there be peace in all)

Sarvesham Poornam Bhavatu (May there be completeness in all)

Sarvesham Mangalam Bhavatu (May there be success in all)

Om, Shanti, Shanti, Shanti




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