Wie aus „Pay what you can“ „Tell us your Story“ wurde

Aktualisiert: vor 6 Tagen

Ein Yoga Community Studio im Herzen vom Offenbacher Nordend.

Für uns ist Yoga kein Sport, es kann dich aber sportlich fordern.

Yoga ist kein Business, aber ein eigenes Studio zu betreiben kostet viel Energie und bedeutet Verantwortung, und nicht zu vergessen sind Fixkosten wie Miete, Steuerberater, Versicherungen und Co., die leider gezahlt werden müssen. Und zwar jeden Monat, Monat für Monat, das ganze Jahr.

Dazu wünschen wir uns eines Tages unsere Mitarbeiter:innen mehr als fair zahlen zu können. Wir waren mal zu viert und sind jetzt nur noch zu zweit aktiv. Wir haben kleine Kinder, Familie und noch andere Jobs die auch viel Zeit und Kraft in Anspruch nehmen. Zeit die uns manchmal fehlt um die Dinge im YLO so „perfekt/ professionell“ zu machen, so wie wir alle es uns wünschen würden.

Wir hatten zu Beginn im Mai 2018 alle Kurse auf komplett freiem Bezahlsystem, „Pay what you can“ war unser Motto, alles lief auf freiwilliger Spendenbasis und mit dem Lehrerteam wurden die Einnahmen 50-50 geteilt. Das war bevor wir Umsatzsetuerpflichtig waren und bevor die Pandemie kam.

Manchmal lief es gut und dann wieder bescheiden. Aber die Tendenz war steigend nach oben und erstaunlicherweise ging das Konzept irgendwie echt gut auf, auch wenn wir das ein oder andere mal wirklich gestaunt haben wenn diejenigen mit der teurere Yoga Markenhose nur 3€ für ihre Yogastunde zahlen konnten. Aber Hey, am Ende hatten und haben wir vertrauen in dich und in euch und es blieben im Schnitt tatsächlich die 12,- Euro pro Schüler im Topf auf die wir angewiesen waren.

Aber dann kam der mega Dämpfer. Die Covid Pandemie!

Studio Schließung - Ein Lockdown jagte den anderen, Maskenpflicht (fürs Yoga der Killer) und der Mindesabstand. Es durften nicht einmal halb so viele Menschen bei uns rein wie es eigentlich passen würde.

Wir waren verzweifelt, sehr müde, total frustriert und unendlich traurig. Machen wir den Laden dicht? Müssen wir wirklich schließen? Aber was wäre wenn… wir wie in unserer Yoga Praxis flexibel bleiben und den IST Zustand annehmen anstatt sich dagegen zu wehren und zu meckern.

Also entschieden wir uns für den Umstieg auf ein online Buchungssystem mit hohen Gebühren und viel teurer Technik unsere Stunden online und vor Ort anbieten zu können.

Es folgten etwas festere Preise aber im Kern blieben wir bei "Pay what you can".

Von 0€-25€ für eine „Drop in“ Klasse war anfangs alles dabei. So langsam erholten wir uns.


Unsere Yoga Lehrer:innen sind auf einmal nicht mehr nur Teacher, DJ und Seelenmensch sondern auch Türsteher:in, Kamerafrau/Mann, und Counterkraft geworden und dann erst bleibt der Raum und die Zeit zum Unterrichten. Viele haben die Lust verloren, die Lust am Unterrichten und die Community hat gefehlt, das Face to Face, die Umarmungen, die Wärme, die Adjustments, das Räuchern, die Massagen…

Während durch die Online Buchungen die durchschnittliche Spende von 12,- auf etwa 9,- EUR abgerutscht ist, sind unsere Kosten durch die Decke gegangen: Eversports und Zoom, Vimeo und die Kreditkarten sind zwar toll, lassen sich aber für ihre Plattformen auch fürstlich entlohnen. Und von Heizkosten wollen wir vorerst noch nichts wissen...aber wir müssen auf die Bremse gehen. Und zwar schnell. Wir müssen etwas ändern. Für uns und für euch und für die Community.


Wir erholen uns aber wir müssen uns neu aufstellen, neu sortieren, alles neu überdenken. Wir wollen gerne nach vorn anstatt zurück blicken. Wir wollen wieder so richtig am Leben Teil haben. Wir wollen weiterhin bezahlbar und fair für gering Verdiener:innen bleiben aber genau so auch überleben. Also was nun?

Wir ändern unser Motto!

Aus „Pay what you can“ wird „Tell us your Story!“

Was heißt das oder was bedeutet es genau für euch und für uns?



Ihr sind alle weiterhin eingeladen, Teil der Yogaladen Community zu werden und zu bleiben und wir freuen uns dass ihr bei uns seid. Wenn dir aber die finanziellen Mittel fehlen für unser neues Preismodell dann fasse bitte all deinen Mut zusammen und schreibe uns eine Email an happy@yogaladen-offenbach.de mit deiner Geschichte. Erzähle uns von Dir, was Yoga mit dir macht und dass du ein Teil unserer Community werden willst. Und wir garantieren dir wir finden zusammen eine faire Lösung und ermöglichen dir deine regelmäßigen Stunden. Versprochen.

Außerdem bieten wir unsere erste Ausbildung an und es wird in Zukunft auch eine „Community class“ pro Woche geben mit Lehrern in Ausbildung, die auf reiner Spendenbasis sein wird und du dort weiterhin nach dem „Pay what you can“ Konzept zahlen kannst.

Wir geben weiterhin alles, so viel wie halt gerade möglich ist denn Yoga ist eine Einstellung und Liebe. Die Liebe zu sich selbst, seinen Mitmenschen, allen Lebewesen und Mutter Natur.

Yoga ist kein Akrobatik Kurs und auch kein Wettkampf, es ist ein Gefühl, ein Ausdruck, eine Medizin und vor allem aber ein Weg. Dein Weg! Unser Weg!

Es ist der Weg zu der besten Version von dir selbst. Der Weg dorthin kann holprig und ungemütlich sein, der Weg kann lang sein, er kann wunderschön und transformierend sein. Er kann wild, feurig und erdend sein.

Wir lieben Yoga und wir lieben Offenbach. Wir, das ist das Team vom Yogaladen Offenbach laden dich herzlich ein ohne nachzudenken deinem Impuls oder Gefühl zu folgen und mit uns gemeinsam die Community wachsen zu lassen. Gemeinsam Zeit zu verbringen, sich zu verbinden und zu praktizieren, dem Herzen zu folgen. Den Körper zu bewegen und zu fordern, ihn ruhen zu lassen und die Gedanken zu sortieren und das Chaos zuzulassen um dann wieder Ordnung und Klarheit in den Geist zu bringen.

Wir laden dich ein. Egal wer du bist wir freuen uns auf dich.

HARI OM

dein Yogaladen Offenbach Team




 




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