„Happy Valentines Day“ oder lieber 5 Tipps um Selbstliebe zu kultivieren?



Eigentlich bin ich kein Fan vom Valentinstag, bisher war meine

Einstellung eher negativ behaftet. Alles nur wieder von den

Amerikanern erfunden, um mehr zu konsumieren, kitschige Vorstellungen

für „frisch verliebte“ und liebende Paare, teuer und edel Essen

gehen und sich mit einem Geschenk überraschen… Ich finde es braucht

keinen Valentinstag um jemandem seine Liebe zu gestehen oder sich als

Paar etwas „Quality Time“ zu gönnen und vor allem schon gar nicht

um seinem Liebsten/ seiner Liebsten Blumen oder sonstiges zu schenken.

Das kann man doch 365 Tage im Jahr machen, und meiner Meinung nach

sollte alles was aus dem Herzen kommt intuitiv geschehen und der

Moment genutzt werden. Also in meinen Augen ist das Thema eher

schwierig und mit Druck behaftet.

Aber nun gut es ist nicht jeder wie ich und vielleicht brauchen einige

auch einen „Anschubser“ um sowas mal anzugehen. Jedem das Seine.

Stimmts?

Jeder Tag ist gut und schön genug um einer anderen Person eine

Liebeserklärung oder eine kleine Freude zu machen oder aber

vielleicht auch einfach mal nur sich selbst.

Aber was ist eigentlich Selbstliebe und warum ist das wichtig?


Wer kennt es nicht….

„Man hat schlecht geschlafen und ist nicht ganz in Form, hat das Gefühl dauerhaft gestresst zu sein, futtert sich Winterspeck an, hat nicht die Leistung erbracht, die man von sich selbst erwartet hat. In unserer leistungsgeprägten Gesellschaft kommen wir oft an den Punkt, an dem wir viel zu hart mit uns Selbst ins Gericht gehen. 

Es sind eher negative Dinge, die wir in Gedanken zu uns selbst sagen.


Ich habe versagt.

Ich bin hässlich.

Ich bin schlapp.

Ich kann das nicht.

Ich habe Angst.

Ich bin nutzlos.

Ich mache nichts richtig.

Ich mag meine Figur nicht.

und und und...

Hier könnte ich noch tausend weitere negative Sätze aufzählen. 

„Doch das sind nur unsere…“) das sind nur unsere Gedanken und oft sehen Aussenstehende das ganz anders, meist sehr viel positiver. Warum können wir also unseren Mitmenschen Komplimente, Liebeserklärungen machen und nette Dinge für sie machen und für uns selbst bleibt kein Raum dafür?

Ich denke es ist der Perfektionismus in uns und der Leistungsdruck von außen. Wir leben in der „schnellen“ Welt, wir sehen jeden Tag unzählige Bilder von Superstars, Topmodels, und und und. Zusätzlich gibt es dank social Media und Co die Chance, dass sich jeder zu einem Superstar verwandeln kann. Es gibt Photoshop und die einfachsten Apps mit denen man Cellulite weg retuschieren kann und sich einen sexy Waschbrettbauch ins Bild zaubern kann. Mal ganz zu schweigen von all den super Make up Filtern, Jeder hat auf einmal eine Haut die nach Babyhintern aussieht und Fake Wimpern die einen verführerischen Augenaufschlag machen, oder halt aussehen als ob man irgendwelche MiniVögel an den Augenlidern kleben hat ;) ( alles Ansichtssache).

Der ehemalige Klassenkamerad steigt immer weiter auf der Karriereleiter und präsentiert sein Leben als Freelancer- Surfer auf Hawai’i, mit dem dicken SUV und der wunderschönen Familie, die logischerweise alle gesund gebräunt sind und super weiße Zähne haben.

REALLY? Ok wir wissen alle man zeigt nur das Leben was man zeigen will. Aber irgendwie fängt man dann doch an sich zu vergleichen und die Frustration steigt und wir werden depressiv und laufen mit hängenden Mundwinkeln durch die Welt.



Stellt euch vor ihr würdet weniger streng mit euch ins Gericht gehen? Ihr würdet anfangen auch die Seiten an euch / die Teile an euerem Körper liebevoll anzunehmen und eurer Celullite mitteilen „ich wünschte ich hätte straffere Beine, aber hey Du bist ein Teil von mir und allein das macht Dich liebenswert…

LIEBT EUCH SELBST SO WIE IHR SEID. Und geht Dinge, die ihr unbedingt ändern wollt nicht ganz so streng an. Gönnt euch Zeit für euch selbst, geht mal alleine in euer Lieblingsrestaurant, gönnt euch eine Massage obwohl ihr gar kein Geld dafür habt, macht Yoga und zwar genau dann wenn ihr denkt ihr habt keine Zeit dafür und lümmelt einfach mal einen Tag lang auf dem Sofa rum, schaltet euer Telefon aus und macht einfach gar nichts. Langweilt euch mal so richtig :) Das tut gut. Trust me. Ich weiß wovon ich rede, ich bin nämlich aktuell im Urlaub in Bad Gastein, ein wundervoller Skiort und ich darf schwanger nicht auf die Piste. Also gibts Wellnes, Yoga und gutes Essen :)


5 TIPS UM SELBSTLIEBE ZU KULTIVIEREN




1. Es handelt sich nur um Gedanken aus eurem Monkey Mind!

Der erste Schritt zur Überwindung des negativen Selbstdenkens besteht darin, die Gedanken nur als Gedanken zu erkennen. Sie können euch nur schaden, wenn ihr sie zulasst. Sie werden von eurem Ego geschaffen. Wenn ein Teil von Ihnen sie erstellt hat, kann ein anderer Teil von Ihnen lernen, sie zu kontrollieren. Versucht nicht, eine Emotion an diese Gedanken anzuhängen. Betrachtet sie als separate Sache, und lasst den Sinn oder Unsinn dahinter los (es sind nur Gedanken mehr nicht). Wir reagieren stärker auf Emotionen als auf Gedanken. Beobachtet die Gedanken nur, und reagiert nicht emotional auf diese Gedanken. Denn nur wenn ihr auf diese negativen Gedanken hin emotional handelt, werden diese erst "real". 


2.Bekämpft negative Gedanken mit positiven Bestätigungen

Dies erfordert Zeit und viel Übung, aber wenn ihr einen Gedanken nur als flüchtigen Gedanken erkennen könnt, könnt ihr ihn mit dem gegenteiligen, positiven Gedanken bekämpfen. Wenn ihr zum Beispiel denkt, ihr seid nutzlos. Ihr könnt nichts richtig machen. Dann „erwischt“ euch dabei und erkennt, dass ihr einen negativen Gedanken hattet. Es ist ein bisschen wie Fangen spielen und wenn man sein gegenüber hat, sagt man laut: Ich hab dich!

Also habt ihr den negativen Gedanken „gefangen“, dann lehnt euch zurück und denkt nach und formuliert ihn mal anders. Aus „ich bin nutzlos und kann nichts richtig“ wird: „ich versuche immer mein Bestes und das ist das beste was ich geben kann und genau so ist es gut.“ Und glaubt fest daran. Der Schlüssel zum Erfolg ist hier die Wiederholung und Beständigkeit um die alten, schlechten Gewohnheiten/ Gedanken zu brechen. Je mehr und öfter wir sie mit positiven Gedanken bekämpfen und diese positiven Bestätigungen wiederholen können, desto weniger negative Gedanken werden wir erleben.

Wenn ihr eure negativen Gedanken nicht in positive umwandeln könnt. Macht es einfach mal und wiederholt es so oft bis ihr es wirklich glaubt.

Gurmukh, hat dazu mal fogendes gesagt :

„If you can’t make it, just fake it, till you make it"




3.Holt euch die Sicht eines Außenstehenden ein

Wenn sich die ersten beiden Tipps als schwierig erweisen (was sie sicherlich sein werden, bis man genug Übung darin hat), versucht es mit einem Außenstehendem. Wenn euer Freund/in zu Besuch kommt, erzählt ihm/ihr 2-3 eurer negativen Gedanken und wartet mal deren Reaktion ab. Oder dreht den Spieß um und sagt eure letzten 2-3 negativen Gedanken, die ihr zu euch selbst hattet an euren Freund/in gerichtet. Würdet ihr so etwas wirklich zu einem eurer Liebsten sagen? Würde man nicht eher darauf achten nette Worte und positive aufbauende Worte zu finden? Also warum könnt ihr einen Freund trösten und Mut zu sprechen, aber euch selbst bringt ihr nicht die gleiche Freundlichkeit entgegen? Just think about it…


4.Behandle dich selbst als wärst du dein bester Freund/Partner

Wenn wir in der Lage sind, nett zu anderen zu sein, warum finden wir es so schwer, gegenüber uns selbst liebevoll zu sein? Ich glaube es liegt daran, dass es zwei Teile von uns und in uns sind, die gegeneinander kämpfen.  Engelchen und Teufelchen oder unser Yin und Yang. Wenn ein Freund Trost braucht, tritt unser Ego in den Hintergrund und unsere mitfühlende Seite dominiert. Wenn wir in Not sind, kämpfen unser Ego und unser Mitgefühl mit gleicher Stärke gegeneinander. Wie also hilft uns das weiter? Versuchen wir doch einfach mal ganz bewusst unsere mitfühlende Seite in Zeiten des Selbstzweifels dominant zu machen. Wir sind alle nur Menschen mit Ecken und Kanten, denn "Nobody is perfect". Und alle Gedanken sind völlig normal die wir erleben, es ist ok diese zu erkennen und sie vorbei ziehen zu lassen. Gönnt euch eine Pause.



5.Schenkt euch Zeit, da wo keine ist

Wenn ihr denkt ihr habt keine Zeit um zu meditieren, ist es genau der richtige Zeitpunkt um sich hinzusetzen und einfach mal zu machen. Augen zu und atmen! Ohne Stress und Druck.

Es ist sicherlich von Vorteil wenn ihr eine Routine habt und dort eure Meditation einbaut, nicht lange und auch gerne ohne Ziel. Kein Mensch schwebt im Lotus durch den Raum und ist erleuchtet, auch nicht diejenigen, die jeden Tag 5 Min. bis 8 Stunden meditieren. Aber eins ist sicher und klar, euer Geist und die Gedanken werden mit der Zeit ruhiger. I promise :) Und ganz besonders in Lebensphasen, wo euch alles neu oder sehr trubelig erscheint, wirkt es Wunder und schafft Klarheit, wenn man sich für 5 Minuten hinsetzt und nichts macht ausser mit geschlossenen Augen zu atmen. Meine Oma hat immer in chaotischen Situationen gesagt: Jetzt setz dich erstmal auf deinen Hintern und atme tief durch! Geh raus, und komm erst wieder rein wenns besser ist :)

Scheint wohl was dran zu sein….


Happy Valentines day euch allen

Eure Sibel


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