• Jochen

Hello it's me, your monkey mind! 30 Tage Meditation.

Aktualisiert: 5. Sept 2019

Den Überlieferungen von Patanjali folgend ist Yoga als holistisches System zu betrachten, das unter anderem in den sogenannten "Achtgliedrigen Pfad" eingeteilt ist:

  1. Yama – Verhaltensregeln im Umgang mit der Natur und anderen Menschen

  2. Niyama – Verhaltensregeln im Umgang mit uns selbst

  3. Asana – Körperübungen

  4. Pranayama – Atemübungen

  5. Pratyahara – Der Rückzug der Sinne nach Innen

  6. Dharana – Konzentration und Ausrichtung des Geistes

  7. Dhyana – Meditation

  8. Samadhi- Vollkommene Erkenntnis, Einheitserfahrung

Während wir in den Yogastunden zumeist uns auf die Stufen 3 und gelegentlich 4, also der Asana-Praxis und den Atemübungen fokussieren, will ich in meiner Yoga Challenge die Gelegenheit nutzen, mehr die Meditation und zum Teil auch die vorbereitenden Rückzugs- und Konzentrationsübungen mit einzubauen. Diese Übungen sind höchst wirksam, aber eben auch höchst anspruchsvoll - was viele unterschätzen. Auf die Wirksamkeit will ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen, es lohnt sich aber sehr hierzu etwas tiefer einzutauchen. Persönlich mag ich gerne die interdisziplinären Betrachtungen und Auseinandersetzungen von dem Hirnforscher Prof. Singer und Matthieu Ricard. Wer Zeit und Muße hat, findet am Ende des Artikels ein eingebettetes Video.


Meditationsvorbereitung: Tratak

Für diese Übungen braucht es eigentlich nicht besonders viel, aber es ist durchaus ratsam einige Vorbereitungen zu treffen. Dabei geht es vor allem darum alles was ablenken kann zu reduzieren oder zu entfernen.

  • Meditiert in einem geschlossener Raum, möglichst frei von äußeren Impulsen (Geräusche, andere Menschen, Bewegungen, Wind, Sonne usw.), vielleicht sogar leicht abgedunkelt. Ich finde es persönlich auch wahnsinnig atmosphärisch auf einem warmen Stein am Meer zu sitzen, den Wellen zu lauschen und die Natur zu geniessen - Instagram lässt grüßen - in der Regel hat das aber nicht viel Meditation zu tun (...es kann aber durchaus eine Konzentration und Ausrichtung des Geistes-Übung sein).

  • Raumtemperatur/ Kleidung. Achtet auf bequeme Kleidung, warme Socken, evtl. auch eine Decke - so dass ihr nicht auskühlt und auch hier gleichermaßen nicht abgelenkt werdet durch äußere Einflüsse

  • Versucht einen aufrechten Sitz einzunehmen, entweder auf dem Boden/Yogamatte, alternativ nutzt einen Yoga-Block oder ein Meditationskissen - probiert aus, was am besten funktioniert. Durch eine regelmäßige Asana-Praxis ist der Körper in der Regel ganz gut vorbereitet auch eine längere Zeit im aufrechten Sitz ohne Schmerzen aushalten zu können.

  • Versucht eine Zeit zu wählen, in der ihr wirklich in Ruhe meditieren könnt ohne gestört zu werden. Es bringt wenig, wenn ihr jeden Moment erwartet dass jemand vorbei kommt, oder auf eine Gruppe von kleinen Kindern aufpassen solltet, die für einen Moment gerade ganz lieb spielen - ihr braucht die volle Konzentration für die Meditation, halb Meditieren bringt nix. Immer wieder tappe ich in die Falle eine kurze Meditation machen zu wollen, wenn ich eine Klasse unterrichtet habe und alle Yogis sich in der Endentspannung befinden - tatsächlich holt mich immer wieder meine "Aufsichtspflicht" ein, Shavasana zu begeleiten und bei den Yogis zu sein. Es ist besser man ist frei von Pflichten oder kann erwarten, dass diese Zeit wirklich störungsfrei verläuft.

  • Nehmt einen Wecker/Timer im Handy um die Zeit einzustellen, die ihr meditieren wollt - so dass ihr über ein akustisches Signal erfahrt, wann die Zeit vorbei ist und nicht nebenbei immer wieder auf die Uhr gucken wollt.


Neben geführten Meditationen und Vorbereitungsübungen, werde ich die ein der andere Variante zu meditieren mit in die Challenge einbauen und mit euch teilen (es gibt unzählige Meditationen und ich kenne sicher nur einen kleinen Bruchteil, wer also darüber hinaus seine Lieblings-Meditation teilen will, ich freue mich über jede Anregung). Die Basisvariante ist aber stets diese:

Konzentriert euch nur auf den Atem - rein auf der Ebene der Beobachtung, ohne den Atem zu verändern. Versucht entweder mit dem Einatem "Ein" und mit dem Ausatmen "Aus" zu denken oder alternativ auch zählen, ein: "1", aus "2", versucht dabei alle anderen Gedanken die aufkommen keine Bedeutung zu geben und konzentriert euch immer wieder erneut auf den Atem, wenn euer Geist sich dagegen wehrt und der sogenannte Monkey Mind loslegt.


Soviel der Vorbereitung. Morgen geht es los - wir machen ganz kurze "Pflicht"einheiten von fünf Minuten, die natürlich nach belieben verlängert werden können. Aber wie im ersten Artikel angedeutet, nehmt euch lieber weniger vor und haltet das durch. Freue mich auf Feedbacks


Namaste euer Jochen



143 Ansichten
KONTAKT
YOGALADEN OFFENBACH
Bernardstr. 82
63067 Offenbach
0170 8367460
happy@yogaladen-offenbach.de
INFO
Emails beantworten wir MO-FR (09:00 - 17:00 UHR).

Öffnungszeiten Studio:
Jeweils 15 Minuten vor und nach den Kursen. Außerhalb der Kurszeiten ist unser Studio nicht besetzt.
Falls du uns telefonisch nicht erreichst, hinterlasse uns in dringenden Fällen eine Email an:
happy@yogaladen-offenbach.de